• Unternehmen · ca. 2.300 Mitarbeitende · international
  • Begleitung über 2 Jahre
  • Leistung: Leadership Journey
  • 70 Führungskräfte weltweit
01: Ausgangssituation

Die Strategie war klar. Die Organisation folgte nicht.

Ein Unternehmen mit rund 2.300 Mitarbeitenden hatte seine Transformation von B2C zu B2B über Jahre erfolgreich vorangetrieben. Das Geschäftsmodell war neu ausgerichtet, die wirtschaftliche Position stark. Und doch stockte etwas, dort, wo Strategien im Alltag ankommen müssen: in der mittleren Führungsebene.

Aus Sicht der Geschäftsführung fehlte es an Eigenverantwortung. Führungskräfte trafen keine Entscheidungen, delegierten nach oben, warteten auf Ansagen. Die Transformation verlor genau dort an Tempo, wo sie Fahrt aufnehmen sollte. Die Reaktion der Geschäftsführung war nachvollziehbar: mehr Druck, klarere Erwartungen, direktere Rückmeldungen.

Was eine externe Diagnose sichtbar machte: Die mittlere Führungsebene wollte anders führen. Aber das System belohnte Absicherung, nicht Eigeninitiative. Wer eine Entscheidung traf, haftete. Wer abwartete, war auf der sicheren Seite. Das war kein Haltungsproblem. Es war ein Kontextsignal.

Veränderung lässt sich nicht anordnen. Sie entsteht, wenn Führung die Bedingungen schafft, unter denen Menschen neues Verhalten wagen können, und das auch wirklich wollen.

Gleichzeitig zeigte sich ein zweites Muster: Die Führungskräfte arbeiteten in Silos. National und international, zwischen Bereichen und Ebenen. Man kannte sich kaum, hatte kaum gemeinsame Sprache, kaum Vertrauen. Eine Transformation, die das gesamte Unternehmen bewegen sollte, hatte keine gemeinsame Führungsebene, die sie tragen konnte.

02: Die Arbeit

Nicht Verhalten einfordern. Bedingungen gestalten.

Der erste Schritt war, gemeinsam mit dem C-Level zu klären, was Führung in dieser Transformation überhaupt leisten muss. Nicht als abstrakte Frage, sondern ganz konkret: Welche Führungskompetenzen und -prinzipien braucht das Unternehmen, um die B2B-Transformation zu tragen? Das Ergebnis: neun Führungskompetenzen, direkt aus den Marken- und Arbeitgeberwerten des Unternehmens abgeleitet. Kein importiertes Kompetenzmodell — sondern ein Rahmen, der aus der eigenen Logik des Unternehmens entstanden ist.

Auf dieser Basis entstand eine Leadership Journey für die gesamte zweite und dritte Führungsebene, 70 Führungskräfte weltweit, in gemischten Teams aus verschiedenen Bereichen, Ebenen und Nationalitäten. Drei Module über ein Jahr: innere und äußere Klarheit in der Führung, Entscheidungen treffen und Konflikte gestalten, Wirkung entfalten.

Das Besondere war nicht das Format. Es war die Haltung dahinter: Nicht Verhalten optimieren, nicht Kompetenzlücken schließen. Sondern den Führungskräften einen Raum geben, in dem sie verstehen, wie Verhalten im System entsteht, und wie sie gezielt an diesen Bedingungen arbeiten können. Den Perspektivwechsel von Verhaltensappell zu Kontextgestaltung.

Am Ende jedes Moduls sammelten wir qualitatives Feedback: 263 Rückmeldungen über die gesamte Journey. Nicht als Evaluationsinstrument, sondern als Grundlage für die nächsten Schritte: Welche Formate der Begegnung braucht diese Führungsebene, damit Kontextarbeit im Alltag möglich wird?

Stimmen der Führungskräfte

„Ich brauche bewussteres Führen: weniger intuitiv, mehr reflektiert.“

„Wir haben alle die gleichen Herausforderungen. Das war mir nicht klar.“

„Augenmerk auf System vs. Mensch. Das hat meine Sicht verändert.“

„Führung beginnt beim C-Level. Das müssen alle verstehen.“
Unser Rückblick als CICR

„Ihr habt vieles klar gemacht: Ziele, Strategie, Investitionen in Technologie. Der entscheidende Hebel, damit Transformation wirklich Wirkung entfaltet, ist eine erweiterte Art der Führung. Es reicht nicht, Verhalten einzufordern — unternehmerisches Denken, ein bestimmtes Mindset. Es braucht Führung, die versteht, wie Verhalten im System entsteht — und gezielt an diesen Bedingungen arbeitet.“

03: Die Wirkung

Was sich verändert hat

Die Leadership Journey hat bei vielen Führungskräften die Art zu führen verändert: bewusster, offener, mutiger. Was sich am deutlichsten zeigt: Die 70 Führungskräfte haben eine gemeinsame Sprache, ein gemeinsames Verständnis und — das war vorher kaum vorhanden — gegenseitiges Vertrauen entwickelt.

Führungskultur

Bewussteres Führen im Alltag

Führungskräfte entscheiden reflektierter, moderieren mehr und delegieren konsequenter. Sie verstehen jetzt, welche Bedingungen Verhalten erzeugen.

Gemeinschaft

Eine Führungsebene, die sich kennt

Nationale und internationale Führungskräfte aus verschiedenen Bereichen haben Vertrauen aufgebaut. Silos werden sichtbarer und bearbeitbarer.

Kontinuität

Strukturen für dauerhaftes Lernen

Aus dem Feedback entstanden neue Formate der Begegnung, die Kontextarbeit im Alltag möglich machen und Führungskräfteentwicklung auf allen Ebenen kontinuierlich stärken.

„Wir sind viel näher zusammengerückt und verstehen einander besser.“

„Getting to know each other makes things more efficient.“

„Mehr Miteinander. Kommunikation ist besser geworden.“

„There are signs of increased accountability and personal commitment.“

Wir wollten eine andere Führungskultur — und haben gelernt, dass Kultur folgt, wenn der Kontext sich verändert. CICR hat uns dabei begleitet, genau diese Kontextentscheidungen zu treffen.

CEO · Unternehmen in der B2B-Transformation

Ihre Führungskräfte wissen, was gefordert wird. Aber das System belohnt anderes?

Das ist kein Haltungsproblem. Es ist ein Kontextproblem. Sprechen Sie mit uns. Wir sagen Ihnen ehrlich, wo der Hebel liegt.