05. Juli 2018

„Mediation – EINE Art der Konfliktlösung in Unternehmen?“

Am 05. Juli war es wieder soweit. Das female HR Network – das THINK TANK für Frauen im HR Business – lud zum zweiten gemeinsamen Abend ein.

Nachdem der Abend im Mai unter dem Thema „Theory U nach Otto Scharmer“ stand, gab dieses Mal Annette Luickhard (www.luickhard.de) einen liebevoll gestalteten und informativen Workshop zum Thema Mediation.

„Wenn man als Werkzeug nur einen Hammer hat, sieht jedes Problem wie ein Nagel aus.“     Paul Watzlawick

Während beim gemeinsamen Come Together die ersten Kontakte geknüpft und gemeinsame Stationen in den Vitas eruiert wurden, starteten wir pünktlich in den Workshop.

Wusstet ihr, dass laut der jüngsten Studie (KPMG 2009) 10-15% der Arbeitszeit in Unternehmen in Konflikte unter Kollegen, mit Kunden etc. investiert werden? Oder jede Führungskraft in Unternehmen ca. 13-20 Std. pro Woche mit den direkten oder indirekten Folgen von Konflikten verbringt. Dass Konflikte zu vielen Reibungsverlusten in Unternehmen führen war den meisten von uns klar, doch dieses Ausmaß motiviert, sich dem Thema auch aus HR Perspektive zu widmen. Diskutiert wurden Fragestellungen wie die Vorbereitung von Führungskräften auf Ihre Führungsrolle in Konflikten. Oder wie wichtig die Grundhaltung von Menschen zum Thema Konflikt für den kompetenten und lösungsorientierten Umgang mit Konflikten sei? Kann man als HR Business Partner oder HR Manager tatsächlich Mediator im eigenen Unternehmen sein?

Die letzte Frage beantwortete Annette aus ihrer eigenen Erfahrung heraus sowie diverse Stimmen aus dem Netzwerk wie folgt: Um als HR Verantwortliche im eigenen Unternehmen als Mediatorin wirksam sein zu können, braucht es folgende Voraussetzungen:

  • Ausgewählte Personen haben eine Ausbildung zum Mediator
  • Mediatoren verfügen über viel Empathie und hohe kommunikative Fähigkeiten
  • Mediator muss in der neutralen Position akzeptiert werden
  • Keine Beteiligung des Mediators am Konflikt
  • Klare Definition der Rahmenbedingungen

Die Mediation unterscheidet sich im Vergleich zu anderen Konfliktlösungsverfahren darin, dass es ein standardisiertes Verfahren aus fünf festgelegten Phasen ist, welches die Freiwilligkeit der teilnehmenden Parteien sowie die Neutralität des Mediators voraussetzt.

Dank Annette haben wir unseren Werkzeugkoffer mal wieder aufräumen oder füllen können – je nach Wissens- und Erfahrungsstand der einzelnen Teilnehmerinnen – so dass wir nach Watzlawick nicht nur Nägel, sondern vor allem Chancen sehen können, die Reibungsverluste in unseren Unternehmen zu minimieren.

Herzlichst,

Barbara & Jessica

Zur Übersicht