08. Juli 2019

„Let´s change – stell dir vor es heißt VERÄNDERUNG – und alle freuen sich.“

Was haben CHANGE und PIROUETTEN DREHEN gemein?

Eine vieler spannender Fragen unseres zweiten Netzwerkabends im Jahr 2019. Am 08. Juli trafen sich 20 Frauen aus dem HR Kontext im schönen STOCKWERK zu einem Wiedersehen unter dem Titel-Thema „Let’s Change – stell dir vor es heißt VERÄNDERUNG – und alle freuen sich“.

Susanne Nickel (www.susannenickel.com), Autorin, Top 100 Speakerin, Expertin für Change Management und innovatives Leadership, führte mit einem spannenden Impuls durch den Abend. Sie ließ uns an Ihrem großen Erfahrungsschatz zum Thema CHANGE teilhaben, den sie in ihrer langjährigen Tätigkeit als Managerin und Beraterin bei Kienbaum und der Haufe Akademie sammeln konnte.

Warum das Thema Change-Prozesse ein zentrales Thema des female HR Netzwerkes ist, war ziemlich früh an diesem Abend klar, denn „Change-Business ist People-Business!“ Wenn in Unternehmen der Wind der Veränderung weht, ist es oft an den HR Abteilungen, genau diesen Change zu gestalten.

„Let´s change – stell dir vor es heißt VERÄNDERUNG – und alle freuen sich.“

Die Fakten und Zahlen, die Susanne im Laufe ihres Vortrages nennt, untermalen, was viele von uns in ihrer Praxis spüren: 70% der Veränderungsinitiativen in Unternehmen scheitern! BÄM! Woran liegt das?

Wenn Veränderung im Raum steht, sind laut aktueller Zahlen 20% der Mitarbeiter*innen an Board, 40% gucken sich den Prozess erst einmal verhalten an, um dann zu entscheiden, inwieweit sie mit der Veränderung gehen können und wollen, und der Rest der Belegschaft, also ganze 40%, sind im völligen Widerstand.

Sehr anschaulich lud uns Susanne, gleichzeitig ehemalige Profi-Tänzerin, an diesem Punkt ein, spontan mit ihr eine Pirouette zu drehen – was bei uns ehrlich gesagt zu ebensoviel innerem Widerstand führte, wie das Thema Veränderung in Unternehmen bei Mitarbeiter*innen. Anhand dessen machte Susanne deutlich, auf welche Formen des Widerstandes sie in den Change-Prozessen trifft:

Die erste Form des Widerstandes: Ich kann nicht. – Ich kann keine Pirouette drehen. Ich kann das, was von mir im Rahmen des Change-Prozesses verlangt wird, nicht.

Die zweite Form des Widerstandes: Ich will nicht. – Ich will keine Pirouette drehen. Ich will das, was von mir im Rahmen des Change-Prozesses verlangt wird, nicht.

Die dritte Form des Widerstandes: Ich will dich nicht. – Ich will mir von dir nicht sagen lassen, dass ich eine Pirouette drehen soll. Ich will nicht, dass du mir sagst, was ich anders machen soll.

Eine wunderbare Überleitung zum Thema „Führungsverantwortung in Change-Prozessen“. Denn Führung hat die große Aufgabe in Zeiten der Veränderung Vertrauen neu aufzubauen und den Change unter dem „sense of urgency“ in ein attraktives Licht einer veränderten Zukunft zu stellen. Einfacher gesagt: „Es braucht ein hin zu, kein weg von!“

Ein Weg zu einem attraktiven „hin zu“ kann dabei laut Susanne sein, „die internen Gewohnheiten im Unternehmen zu betrachten und diese positiv für eine neue Erfahrung zu nutzen“. Das führt zu einem Loop-Lernen, das die Wahrscheinlichkeit des Erfolges einer Veränderungsinitiative maßgeblich erhöht.

Im Anschluss an Susannes Vortrag führten wir noch eine intensive Diskussion zur Frage, wie wir es schaffen können, Change mit mehr Leichtigkeit zu gestalten? Vor allem unter dem Aspekt, dass Veränderung in unserer schnellebigen Zeit ganz klar zur Konstante im Unternehmen wird. Alle Ideen dazu sind im Netzwerk herzlich willkommen.

Danke, Susanne, für deinen wertvollen und lebendigen Impuls zum Thema CHANGE und viel Erfolg mit deinem neuen Buch „Gestatten: Chefin – Karrieredrehbuch für Frauen“, das bereits am 22. August erscheint.

Danke an unsere Teilnehmerinnen für das schöne Miteinander, die spannenden und auch kritischen Fragen. Wir hoffen ihr habt ebensoviel Freude am Reflektieren und Nachsinnen des Netzwerksabends.

Herzlichst & bis bald,

Barbara & Jessica

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